LEXIKON · BEGRIFFE ERKLÄRT

Lexikon: Begriffe rund ums Lerncoaching

Kurz und verständlich erklärt – für Eltern, Lehrpersonen und alle, die mit Primarschulkindern arbeiten.

Lerncoaching

Pädagogische Begleitung, die Kindern zeigt, wie sie lernen – nicht nur was. Es geht um Struktur, Konzentration, Motivation und Selbstvertrauen. Anders als Nachhilfe erklärt Lerncoaching keinen Schulstoff, sondern vermittelt Werkzeuge, mit denen ein Kind selbständig lernen kann.

Mehr dazu: Lerncoaching Primarschule, Methode

Nachhilfe

Klassische Nachhilfe wiederholt und erklärt Schulstoff (z. B. Bruchrechnen, Rechtschreibung). Sie hilft kurzfristig bei einer Prüfung, ändert aber wenig an der Lernorganisation. Lerncoaching setzt eine Ebene tiefer an.

Lernorganisation

Alles, was Lernen strukturiert: fester Lernplatz, aufgeräumtes Etui, Wochenplan, Reihenfolge der Fächer, Pausen. Gute Lernorganisation ist die halbe Miete – gerade in der Primarschule.

Ampel-Methode

Kinder markieren jede Aufgabe mit Grün (kann ich sicher), Gelb (teilweise) oder Rot (muss ich üben). So sehen Kind und Eltern auf einen Blick, wo geübt werden muss – und wo nicht.

Mehr dazu: Methode

Salami-Taktik

Grosse Aufgaben in kleine, machbare Scheiben teilen. Statt „Ich muss den ganzen Aufsatz schreiben" wird daraus: Titel überlegen, Stichworte sammeln, ersten Satz schreiben. Reduziert Überforderung massiv.

Mehr dazu: Ratgeber: Hausaufgaben-Falle

Lehrplan 21

Der gemeinsame Lehrplan der Deutschschweizer Kantone (inkl. Zürich). Er beschreibt, was Kinder in jedem Zyklus können sollen – und fordert früh viel Selbständigkeit. Genau hier setzt Lerncoaching an.

Zyklus 1 & 2

Zyklus 1 umfasst Kindergarten bis 2. Klasse, Zyklus 2 die 3.–6. Klasse. In der Primarschule Zürich fällt die 1.–4. Klasse also in beide Zyklen.

Übertritt

Der Wechsel von der Primarschule in die Sekundarstufe (Sek A/B/C oder Gymnasium). In Zürich beginnt die Vorbereitung im 5./6. Schuljahr – ein solides Fundament aus der Unterstufe zahlt sich hier aus.

Konzentration

Fähigkeit, die Aufmerksamkeit über eine gewisse Zeit auf eine Sache zu richten. Bei Primarschulkindern realistisch: 15–20 Minuten am Stück, danach kurze Pause. Kein Diagnosebegriff, sondern eine trainierbare Kompetenz.

Mehr dazu: Konzentration lernen

Selbstregulation

Die Fähigkeit, eigene Gefühle, Impulse und Aufmerksamkeit zu steuern. Wer sich selbst regulieren kann, bleibt bei einer Aufgabe dran – auch wenn sie schwierig oder langweilig ist.

Arbeitsgedächtnis

Der „mentale Notizblock", auf dem wir kurzfristig Informationen halten (z. B. eine Rechenaufgabe im Kopf lösen). Kann trainiert werden – kleine Blöcke, Wiederholung und klare Strukturen helfen.

Lernmotivation

Der innere Antrieb zu lernen. Wächst durch Erfolgserlebnisse, sinnvolle Aufgaben und Autonomie – nicht durch Druck. Kleine, sichtbare Fortschritte sind der stärkste Motor.

Hausaufgabenhilfe

Begleitete Hausaufgabenzeit an einem neutralen Ort. Ziel ist nicht, dass jemand die Aufgaben löst, sondern dass das Kind selbständig arbeiten lernt – und der Küchentisch zuhause wieder Küchentisch bleibt.

Mehr dazu: Hausaufgabenhilfe Zürich

Probelektion

Erste, unverbindliche Lektion zum Kennenlernen. Ich beobachte, wie das Kind lernt, spreche mit den Eltern über Ziele und schlage eine passende Begleitung vor.

Mehr dazu: Kontakt

Noch Fragen?

Wenn ein Begriff fehlt oder Sie unsicher sind, was Ihr Kind gerade braucht – schreiben Sie mir. Eine Probelektion klärt oft mehr als lange Definitionen.